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Emily Henry: Great Big Beautiful Life

Cindy

Emily Henry schreibt Geschichten, die mich immer sofort abholen und in ihren Bann ziehen. „Great Big Beautiful Life“ hat das auch auf Anhieb geschafft. Wie immer spielt die Story in der Buch-Bubble. Diesmal geht es um die beiden Autoren Alice Scott und Hayden Anderson. Während Alice noch auf ihren großen Durchbruch wartet und für ein Magazin schreibt, hat Hayden bereits mit einer Biografie einen Pulitzer Preis gewonnen. Beide begegnen sich auf einer kleinen Insel, auf der auch die legendäre Margaret Ives wohnt… die ganz zufällig einen Biografen sucht.

Das Setting hat mir sehr gut gefallen. Alice fährt im ersten Kapitel zu Margaret Ives. Als Leser hat man keine Ahnung, wer sie ist und wer die legendäre Ives-Familie sein soll. Doch man merkt schnell, es ist eine Familie, die großen Einfluss hatte, ganz oben war und tief gefallen ist. Alice hat sehr viel Rechercheaufwand betrieben, um Margaret Ives ausfindig zu machen. Diese hat sich nämlich seit circa 20 Jahren aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Nun will sie jedoch ihre Memoiren veröffentlichen und Alice wittert ihre große Chance. Womit sie jedoch nicht gerechnet hat, ist, dass Margaret einen Wettkampf veranstaltet. Und zwar zwischen ihr und keinem geringeren als Hayden Anderson. Alice weiß natürlich, wer Hayden ist wohingegen Hayden von der unbedeutenden Autorin Alice Scott noch nie gehört hat. Doch sie brennt für die Geschichte der Ives und gibt sich nicht auf.

Das Zusammenspiel zwischen ihr und Hayden trägt die Geschichte. Emily Henry schafft es immer wieder, Protagonisten zu erschaffen, die unglaublich witzige und charmante Konversationen haben. Alice ist sehr offen, stet gut gelaunt und sieht immer das Positive in allem. Hayden gleicht einem Eisklotz. Er redet nur das Nötigste, ist ständig in seine Arbeit vertieft und eher ein stiller Beobachter. Beide haben plötzlich sehr viel miteinander zu tun und kommen sich näher. Doch wird der Wettbewerb um die Memoiren sie entzweien?

Es war unglaublich erfrischend, eine Geschichte zu lesen, in der die Protagonisten nicht ewig umeinander herumschleichen und sich gegenseitig überzeugen wollen, dass sie sich nicht ausstehen können. Alice und Hayden reden immer offen über alles (es sei denn, es bezieht sich auf ihre Verschwiegenheitserklärung Margaret gegenüber). Die beiden sind ein wunderschönes Pärchen und man kann sich als Leser nicht ausmalen, was sie am Ende womöglich auseinander bringen könnte.

Der Aufbau des Buches ist ebenso erfrischend, denn parallel zu aktuellen Geschehen gibt es immer wieder Kapitel, die die Vergangenheit von Margaret und ihrer Familie beleuchten. Man taucht ab ins 19. Jahrhundert, in die goldenen 20er und die famosen 60er und 70er Jahre. Es hat süchtig gemacht, weil man spürt, das unter dem Ganzen noch eine Wahrheit verborgen liegt, die es sich zu entschlüsseln lohnt. Irgendwann ist man sogar überzeugt davon, dass die Ives wirklich existiert haben! Das spricht doch für sich und die phänomenale Emily Henry!

Das Ende war emotional und unerwartet. Ich konnte gar nicht aufhören zu lesen und war gänzlich gebannt von der sich zuspitzenden Liebesgeschichte zwischen Alice und Hayden und der Enthüllung von Margarets großem Geheimnis.

Ich kann „Great Big Beautiful Life“ sehr empfehlen, vor allem denjenigen, die „The Seven Husbands of Evely Hugo“ mochten.

72014312z - Emily Henry: Great Big Beautiful Life
© Knaur

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